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Die Wallfahrtskirche  

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KUPPELFRESKO
Von Paul Troger 1752 am Ende seines Lebens geschaffen: Maria in der Vollendung des Himmels, in die sie von ihrem erhöhten Sohn aufgenommen wird. Im Zentrum steht die Heiligste Dreifaltigkeit: ein majestätischer Gott Vater, der geheimnisvoll im Halbdunkel Deckenfreskoverborgen die Erde segnet, Gott Sohn in der Verklärung der Auferstehung, der seine mit blauem Mantel bekleidete, im Lichtglanz von Sonne und Mond stehende Mutter zum Thron des Vaters geleitet, und das Symbol Gottes des Hl. Geistes im Scheitel der Kuppel. Das Fresko will am Lebensschicksal Mariens - am Hochaltar in der bittersten Stunde ihres Mitlebens mit Christus, hier in der Kuppel in der glücklichsten Stunde als Ersterlöste durch Jesus - unser aller christliche Berufung verdeutlichen: das neue und beglückende Leben des Menschen in der Gegen­wart Gottes.


„Maria in der Vollendung des Himmels ",
Ausschnitt aus dem Kuppelfresko



GNADENSTATUE
Die Gnadenstatue, Zielpunkt jeder Dreieichen-Wallfahrt, nimmt auf dem Hochaltar eine zentrale Stellung ein. Liebe­voll drückt Maria den Kopf ihres am Kreuz geopferten Sohnes an ihr Gesicht, das Würde und Größe zeigt und die Bereitschaft, das Opfer ihres Sohnes in vorbehaltloser Liebe mitzutragen. Dieser letzte Abschied der Mutter nach der Kreuzabnahme ist zugleich ein gläubiges Bekenntnis zur kommendenGnadenstatue Auferstehung. Als erste Jüngerin bekennt Ma­ria, dass Jesus mit seiner Opferhingabe das Schicksal der ganzen Menschheit zum Heil gewendet hat. Die Verehrung der Schmerzensmutter will nicht nur die Schmerzen des Erlösers, sondern auch das Mitleben und Mitleiden seiner Mutter verehren. Die zärtliche Geste der liebevollen Dankbarkeit für alles, was der Erlöser, ihr Sohn, für die Menschen getan bzw. erlitten hat, ist in dieser Form der Darstellung eher selten zu finden. Öfter sieht man ihr Herz von einem oder sieben Schwertern durchbohrt.
Seit Jahrhunderten kommen die Menschen in Freud und Leid nach Maria Dreieichen, um sich der Gottesmutter anzuvertrauen. Sie sagen Dank für die Heilung von Krank­heit, Dank für den erwiesenen Beistand, erbitten Orientie­rung oder Klärung in Lebensfragen und Schutz vor Ge­fahren, wollen Buße tun oder Zeugnis geben für den Glauben und suchen die Nähe zu Gott. Sie vertrauen auf Maria, ihre Begleitung, ihren Schutz und ihre Fürsprache.

HOCHALTAR
HochaltarAuf dem Hochaltar, hinter dem Gnadenbild, sieht man ein Stuckrelief, das die drei Eichenstämme ohne Kronen und mit den nach dem Brand wieder aufsprossenden Blätterbüscheln darstellt.
Tabernakel und Gnadenstatue gehören optisch zur Kirche, wie auch die zwei mächtigen Stuccosäulen mit ihren vergol­deten korinthischen Kapitellen. Diese bilden den Rahmen eines „Fensters" und wollen den Eindruck erwecken, dass die Bäume sozusagen im Halbdunkel des Waldes „draussen" stehen und nicht mehr im Kirchenraum. Oben im Sprenggiebel sieht man eine schöne Skulptur der Heiligsten Dreifaltigkeit: Gott Vater in einer Engelglorie, Gott Sohn ist angedeutet durch das Kreuz, Gott Heiliger Geist durch die Taube zu Füßen des Vaters.


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